Donnerstag, 27. September 2012

Ein kleines Rezept–gefüllte Auberginen vegetarisch

Ich habe gerade etwas sehr leckeres gegessen und deswegen kann ich nicht widerstehen, das Rezept aufzuschreiben.
Seit ein paar Wochen versuchen ich und mein Freund uns endlich (mal wieder) als Vegetarier. Auslöser war ein Horrorfilm auf dem Fantasy Filmfest, der bei ihm einen kleinen Klick ausgelöst hat.
Die meiste Zeit koche ich sowieso vegetarisch, so dass das keine allzu große Umstellung ist. Seit wir wieder 100% damit angefangen haben, habe ich auch wieder das ein oder andere neue Rezept ausprobiert,

Normalerweise mache ich gefüllte Auberginen ungefähr nach diesem Rezept. Diesesmal wollte ich aber das Ganze in vegetarisch haben.

Wo fangen wir damit an? Nun, aus was bestand denn die Füllung?
Dazu holt Ihr euch schöne Kichererbsen und weicht die mindestens 5-24 Stunden in Wasser ein, bevor es losgeht. Wenn diese Zeit herum ist, schüttet Ihr das Einweichwasser weg – es enthält nämlich unverdauliche Giftstoffe.
Jedenfalls füllt ihr als nächstes einen Topf mit Wasser, fügt 2 Esslöffel Kochsalz hinzu und kocht darin die Kichererbsen eine gute halbe bis ganze Stunde (je kürzer eingeweicht desto länger gekocht). Für die Beilage, die ich hinterher noch beschreibe, könnt ihr gleichzeitig auch schon mal Reis kochen. Für später könnt ihr auch schon eine Tomate, 1-2 Champignons und eine Zwiebel kleinschnibbeln.
Während Kichererbsen und Reis vor sich hinköcheln, könnt Ihr schon einmal die Auberginen vorbereiten. Ihr schneidet das Grünzeug ab und halbiert sie dann. Mit einem Löffel oder einem Messer höhlt ihr dann die Aubergine aus, so dass darin eine Kuhle für die Füllung entsteht. Das Fruchtfleisch nicht wegwerfen!
Dann bepinselt ihr die Aubergine mit Olivenöl und streut etwas Kardamon darüber. Anschließend stellt ihr die halben Auberginen in den Ofen bei 200°C Umluft, für etwa 20min. Wenn das weiße Fruchtfleisch etwas zu bräunen beginnt, sollten sie bereit sein.

Die Kichererbsen sollten nach der halben Stunde ähnlich wie Nudeln al dente sein und noch nicht breiig (breiig werden sie bei den vollen 24 Stunde - mach es wie Du magst). Gießt das Wasser ab und stellt die Kichererbsen erst einmal beiseite. (Und den Reis nicht vergessen vom Herd zu nehmen, wenn er fertig ist!)
In einer Pfanne erhitzt Ihr nun etwas Olivenöl, in das Ihr frisch gemahlenen Pfeffer, schwarzen Kümmel, Minze und, wer es scharf mag, Cayennepfeffer oder ein Stück gehackte, frische Chillischote tut. Sobald es anfängt zu duften, werft Ihr auch die Tomaten- und Champignonstücke hinein. Ein paar Zehen grob gehackten Knoblauchs können auch nicht schaden. Sobald die Champignons etwas angebräunt sind, bratet Ihr die Kichererbsen auch noch mit an.
Anschließend löscht Ihr das ganze mit einem guten Schluck Weißwein ab, ungefähr so viel, dass alles in der Pfanne damit in Berührung kommt und ein bisschen schwimmt. Dann fügt Ihr noch 2-4 Esslöffel Tomatenmark hinzu und verrührt alles miteinander (passierte Tomaten aus der Dose sind auch in Ordnung!).
Nun braucht ihr einen Pürierstab, anders bekommt man die Kichererbsen schlecht klein. Wenn die Pfanne recht flach ist, füllt die Masse besser in ein höheres Gefäß um. Püriert dann das Ganze und dabei immer gut aufpassen, dass der ganze Pürierstabkegel bedeckt ist, sonst sprenkelt ihr die Umgebung rot.
Wenn die Kichererbsen alle schön bröckelig geworden sind, ist es Zeit zum Abschmecken. Die Tomatensoße muss unbedingt auch etwas fruchtig schmecken und nicht nur sauer&salzig. Wenn dem also noch nicht so ist, gebt  Zucker dazu. Wenn zweiteres auch nicht so der Fall ist, noch Salz und gegebenenfalls Essigessenz dazu – maximal teelöffelweise.

In einer extra Pfanne bratet ihr noch die Zwiebelwürfel an und sobald sie glasig sind, mischt Ihr sie unter die restliche Füllung. Das macht sie schön saftig.
Die Füllung wäre jetzt fertig. Holt also die Auberginen her und befüllt sie damit. Oben drauf macht sich dann noch Feta ausgezeichnet. Das ganze kann noch einmal für etwa 20min in den Ofen bei 200°C Umluft.
In der Zwischenzeit könnt Ihr nun die Beilage vorbereiten, ein Risotto mit dem Auberginenrest, der beim Aushöhlen entstanden ist, sowie mit Champignons, beides in Würfeln.
Außerdem braucht Ihr dazu noch Gorgonzola. Den schmilzt Ihr zu allererst in einem guten Schluck Öl auf. Ein bisschen Pfeffer hineinmahlen. Sobald der Käse sich etwa zur Hälfte mit dem Öl verbunden hat, kommt das Gemüse mit in die Pfanne. Bratet es etwas an.
Zuletzt kommt noch der Reis mit in die Pfanne, gut vermischen und gerne noch so lange mitbraten, bis die Auberginen fertig sind.

Das ist der Fall, wenn die Füllung blubbert und der Feta entweder schmilzt oder anbräunt (oder beides ^^).
Nochmal die Zutaten zusammengefasst für 2 Personen:
Ein Pürierstab!
1 Hand voll Kichererbsen, halb eingeweicht
1 Aubergine
1 kleine Tasse Reis
2-4 Champignons (mittelgroß bis groß)
1 Tomate
1 Zwiebel
2 EL Tomatenmark
50-100ml Weißwein
50g Gorgonzola
3 Zehen Knoblauch
1 Prise Kardamon
1 TL Minze, Schwarzer Kümmel, frisch gemahlener Pfeffer
Olivenöl
Salz, Zucker, Essig nach Geschmack


vegetarisch gefüllte Aubergine
Aubergine mit Kichererbsenfüllung auf Gorgonzola-Reis



Guten Appetit Smiley

Dienstag, 25. September 2012

Eine Utopie

Aus dem Erlass des “Project Healthy Ocean Global” (PHOG), dem anhand des weltweiten Fischereinotstandes 2013, in dem weltweit die geringste Fangqote seit 100 Jahren festgestellt wurde, einstimmig von allen Ländern der Welt globale  Autorität über das Weltmeer zugestanden wurde.
Um zu vermeiden, dass weltweit alle essbaren Fische ausgerottet werden und sich die Ökologie des Weltmeeres komplett verkehrt, tritt folgende Regelung in Kraft:

§1 Globales Fischereiverbot: Fortan muss in einem regelmäßigen Abstand von fünf Jahren ein globales, einjähriges Fischereiverbot durchgeführt werden. Das erste Fischereiverbot beginnt am 1. Januar 2015 und endet am 31.Dezember 2015.

§2 Definition Fischereiverbot: Innerhalb dieses Jahres darf auf keinem Meer der Welt Fischernetze und Reusen jedweder Art oder eine Angel ins Wasser gelangen. Auch sonstige Fischereimethoden, z.B. das Harpunieren oder das unter Strom stellen von Meereswasser, um Fisch zum Verzehr abzutöten, ist verboten. Kein Mensch darf einem Meerestier etwas zu Leide tun oder ein Tier dazu abrichten, für ihn ein Meerestier zu fangen und zu töten.
§4 Definition Meer: Betroffen sind die fünf großen Ozeane: das Nordpolarmeer, der Atlantik, der Indik, der Pazifik und das Südpolarmeer. Ferner alle kleinräumigeren, salzhaltigen Gewässer wie die Nordsee, die Ostsee, das Mittelmeer, das Schwarze Meer, das Rote Meer, das Gelbe Meer, das Chinesische Meer, das Japanische Meer, das Karibische Meer.
§5 Weitere Geltungsbereiche: Außerdem gilt das Fischereiverbot für jegliche Binnengewässer, die natürlich entstanden sind und natürlich eingewanderte, vielleicht sogar endemische Tier- und Fischarten beherbergen.
§6 Ausnahmen: Ausnahmen von §2 stellt eine vierteljährliche Fangausfahrt zu wissenschaftlichen Zwecken dar, wobei jedes in Absatz §4 und 5 spezifizierten Gewässer befahren werden soll. Der Fang dient allein zur Feststellung des Ausmaßes des Erholung der Fischbestände und der Meeresökologie.
§7 Beschränkungen:  In den fünf Jahren zwischen den Fischereiverbotsjahren gelten Fischereibeschränkungen zur Menge und Art der Fischerei. Es ist untersagt, selbst bei starker Erholung der Bestände, mehr zu fischen als erlaubt.
Anhand der Erholung darf allerdings moderat (!) die erlaubte Menge erhöht werden. Dabei muss unbedingt darauf geachtet werden, dass trotz allem nach jedem Verbotsjahr die Bestände und die ökologischen Bedingungen weiter verbessert werden oder ab einem bestimmten Punkt gleich bleiben.

§8 Versorgung der Bevölkerung mit den Gütern Fische und Meeresfrüchte: - Binnenaquakulturen extra dafür aufgefüllten Teichen etc. sind uneingeschränkt erlaubt für alle zur Züchtung geeigneten, essbaren Süßwasserlebewesen.
- Meeresaquakulturen 
zur Züchtung geeigneter, essbarer Salzwasserlebewesen direkt im Meer werden vereinzelt an geeigneten Stellen in geeigneter Größe erlaubt. Dabei dürfen bestimmte Grenzwerte für Fütterung und Antibiotikagabe der Zuchtschwärme nicht überschritten werden.
- Nach Auswertung der Forschungsergebnisse der wissenschaftlichen Fangausfahrten darf der Fang zur Finanzierung dieser Ausfahrten an Privatpersonen und Industrie öffentlich versteigert werden. Jegliche Überschüsse aus diesem Erlös, die nicht für die Ausfahrten benötigt wird, fließt in globale Hilfsprojekte wie z.B. der Versorgung von Menschen in Katastrophen- oder Hungersnotgebiete.
- Marine Nahrungsmittel, die in diesen fünf Jahren und auch noch in der Zeit vor dem ersten Eintreten des Fischereiverbots in Überfluss auftreten, dürfen ausdrücklich für das Jahr des Fischereiverbots aufgehoben werden. Diese Tiefkühlware (oder durch sonstige effektive Mehthoden haltbar gemachte Ware) darf während des Fischereiverbots legal verkauft werden.
Die Haltbarmachung, Lagerung und der Verkauf der Waren darf maximal auf Länderebene monopolisiert werden. Eine gesunde Konkurrenzsituation soll erhalten bleiben, so dass der Konsument nicht von willkürlicher Preiswahl gequält werden kann.
- Um eine Ausbeutung der Binnengewässer im Verbotsjahr zu vermeiden, muss jedes Land eine Anglerkartei verwalten. Die ausgebbaren Anglerscheine müssen eng begrenzt sein und dürfen nach dem Rotationsprinzip vierteljährlich weitergegeben werden. Die Vergabe eines Anglerscheins muss an eine staatliche Prüfung nach Fachwissen gekoppelt sein.
Die Prüfung beruht auf einem Punktesystem, mit dem die Eignung für den Angelschein festgestellt wird und enthält Fragen zur Systematik und Biologie der Fische, der Angeltechnik und zu den das Angeln betreffenden Gesetzen.
Um jedem den Zutritt zum legalen Angeln zu ermöglichen, leiht der Staat dem Angelscheinbesitzer bei Bedarf die Ausstattung. Die Teilnahme an der staatlichen Prüfung ist kostenlos, genauso wie eine staatliche Schulung mit begrenzten Plätzen.
Die privaten Angler dürfen zu ihrem Eigenbedarf einmal im Monat einen Tag lang an einem regionalen Gewässer ihrer Wahl (wenn regional, dann auch am Meer) mit maximal zwei Angelruten angeln. Der Eigenbedarf schließt die Versorgung der näheren Verwandtschaft und engem Freundeskreis mit ein. Kommerzielle Nutzung und Verwendung illegaler Hilfsmittel wird unter Strafe gestellt. Wer nachweislich an seinem einzigen Tag im Monat keinen einzigen Fisch fängt, ist berechtigt, einen Ersatztag zu beantragen.
- Die Bevölkerungen der Welt sollen regelmäßig durch staatliche Kampagnen dazu ermahnt werden, den Konsum dieser wichtigen Güter auf ein vernünftiges Maß einzuschränken.

§9 Aktive Bestandsaufbesserung: Spezielle Zuchtstationen sollen von bereits/immer noch stark gefährdeten Arten (alle im Wasser lebenden Tiere, auf die das zutrifft) in den Zwischenjahren geschlechts- und paarungsreife Tiere eingefangen und deren Geschlechtszellen gesammelt werden, auf das die Befruchtungsrate angehoben wird. Die schwimmfähigen Larven sollen größtenteils wieder ausgesetzt werden und wenn möglich in kleinen Zahlen zur weiteren Zucht verwendet werden, wobei darauf zu achten ist, dass immer wieder frische Gene aus Wildfängen eingemischt werden.
§10 Arbeitsplätze der Fischereiindustrie: Da im Verbotsjahr alle Berufsfischer dieser Welt arbeitslos sein werden, zahlen alle Länder dieser Welt entsprechend ihrer finanziellen Möglichkeiten in einen Fonds ein, der den Fischern für das Jahr Nahrung und Unterkunft sowie die Instandhaltung ihrer Berufsausrüstung garantiert. Falls möglich, ist es den Fischern erlaubt, sich anderweitig für Geld zu beschäftigen ohne Abzüge an ihrer Grundfinanzierung.
Die direkten Verwalter und Verarbeiter der marinen Nahrungsüberschüsse sollen ebenfalls aus diesem Fonds Geld für Nahrung, Unterkunft und Instandhaltung der im Verbotsjahr nicht benutzter Einrichtungen erhalten, sobald die Vorräte aufgebraucht/verkauft sind. Es ist nicht zulässig, die Waren ohne nachzuweisende Nachfrage, Haltbarkeitsverluste oder finanzielle Not komplett abzuverkaufen, um schneller an die Grundfinanzierung zu gelangen. Wie den Fischern steht ihnen aber ein Nebenerwerb ohne Abzüge an der Grundfinanzierung zu.
Die Menge des zugesprochenen Geldes richtet sich nach den durchschnittlichen Lebenshaltungskosten des jeweiligen Landes oder Teil des Landes und der Größe der Familie des Arbeitnehmers in der Fischereiindustrie.

§11 Strafen: Die verschiedenen Strafen für die jeweiligen Vergehen gegen einzelne Punkte des Erlasses entnehme man dem beiliegenden Strafkatalog.
Ziel dieses Erlasses ist die vollständige Rehabilitierung des Lebensraums Wasser/Meer und ihre darauf folgende Erhaltung für die zukünftigen Generationen. Die Länder der Erde gaben dem PHOG die Macht, den Erlass durchzusetzen. Das PHOG garantiert, ihre Erkenntnisse zum Stand der Dinge regelmäßig offenzulegen.Das PHOG gibt den Ländern der Erde die Möglichkeit, den Erlass zu hinterfragen und zu erweitern.
Hiermit endet meine Zukunftsvision. Der letzte Satz heißt übersetzt so viel wie “Kommentare erwünscht”, seid also herzlich dazu eingeladen, so zu tun, als wärt ihr eins der Länder, die PHOG hierfür autorisiert haben Zwinkerndes Smiley

Freitag, 21. September 2012

Ich stand mal wieder im Wald 2

Eigentlich habe ich euch ja versprochen, noch einen letzten Teil Kroatienexkursion zu schreiben. Leider haben wir aber am letzten Tag keine Fotos geschossen und reiner Text ohne Bilder, in dem es dann im Grund nur drum geht, dass wir dieselbe Strecke zurück gefahren sind wie bei Teil 1 hin… muss ja nicht sein. Es ist sowieso nichts wirklich erwähnenswertes passiert.

Nur noch eins der Details, die ich unbedingt noch loswerden wollte:
Es gibt eine lustige Methode um zum einen herauszufinden, welches Geschlecht ein Seeigel hat (ohne ihn aufzuschneiden), und zum anderen um Seeigel zum Eigengebrauch zu züchten(wenn man Glück hat und ein Männchen und ein Weibchen findet). Dazu braucht ihr zuerst einmal am besten gute Handschuhe, am besten etwas härteres Leder. Zur Sicherheit für euch und den Seeigel solltet ihr ihn außerdem noch in ein Taschentuch wickeln. Dann kann es los gehen: Nehmt den Seeigel vorsichtig in die Hand und fangt an, ihn ganz feste zu schütteln. Aus einem bestimmten, nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft wohl frei auslegbaren Grund, wird der Seeigel nach einiger Zeit seine Geschlechtszellen abgeben. Wenn es ein Männchen ist, wird das Sperma in Form einer dafür ganz normalen, weißen Flüssigkeit sein. Ist es ein Weibchen, so wird es nach einiger Zeit dagegen kleine, aber gerade sichtbar große, etwas gelbliche Eier abgeben. Wenn ihr beides habt und neue Seesterne züchten wollt, gebt ihr einfach beide Sorten Geschlechtszellen in ein gemeinsames Gefäß mit Meerwasser (Wasser gelegentlich auffrischen) und wartet ab. Wer ein Mikroskop hat, kann sich dann immer mal wieder eine Probe nehmen und gucken, wie weit die kleinen schon sind.
Nun aber zum eigentlichen Thema, das der Titel andeutet.
4 Sekunden unglaubliche Action!
Wie versprochen haben wir uns in dem Wald aufgemacht, um Pilze und auch Schnecken zu suchen. Wir haben zwar die Spiegelreflex vergessen, aber meine kleine Canon Powershot ist ja auch nicht schlecht. In letzter Zeit hatte es hier etwas mehr geregnet und so fanden wir endlich wieder eine schöne Auswahl auch essbarer Pilze. Allerdings gelang uns das fast ausschließlich nur in einem Teil des Waldes, wo länger keine Bäume mehr gefällt worden waren. Hier war der Boden noch intakt, “aufgeräumt” und mit einer wunderschönen, feuchten Mooswiese bewachsen. Märchenhaft geradezu. An den meisten Stellen, wo dagegen mal ein forstwirtschaftliches Gerät drüber gerollt war und den Boden aufgewühlt hat, war dagegen bis auf wenige Ausnahmen tote Hose.
Ziegenlippe - Xerocomus subtumentosus
Einer der Pilze, die ihren Weg in unseren Korb fanden war die Ziegenlippe links im Bild. Den Namen hat sie von dem Umstand, dass die Oberseite ihres Hutes sich bei Trockenheit recht samtig anfühlt – eben so wie eine Ziegenlippe. Weitere gute Bestimmungsmerkmale sind die gelben Röhren und dass diese auf Druck nicht oder wenigstens kaum blau anlaufen, wie das beim Maronenröhrling der Fall wäre. Wie so ziemlich alle Röhrenpilze ist auch die Ziegenlippe essbar. Die einzige Ausnahme in dieser Gruppe bildet der Gallenröhrling. Leider ähnelt er sowohl dem Steinpilz als auch dem Maronenröhrling je nach Ausprägung recht stark. Wenn man Glück hat, erkennt man sehr leicht, dass seine Röhren eher rosa sind und sein Stiel mit einem Netz geschmückt ist. Wie wir am Folgetag leider feststellen mussten, hilft all dieses Wissen manchmal nicht, wenn man nicht auch noch den Geschmackstest gemacht hat. Der Gallenröhrling schmeckt nämlich schon roh sehr bitter. Ich fand einen, der noch sehr jung war, so dass die Merkmale recht schwach ausgeprägt waren und bestimmte ihn leichtfertig ohne Geschmacksprobe als Steinpilz.
Waldmistkäfer taut auf ;)
Insgesamt war unser Pilzergebnis aber wieder relativ ernüchternd. Ein Glück, dass wir nicht reguläre Waldbesucher sind, die damit dann schon fertig sind. Nein, wir waren ja außerdem extra zur Schneckenjagd angereist. Gut, anfangs schien auch das nicht allzu erfolgreich. Der Wald war stellenweise ziemlich trocken.
Insekten wie dem Waldmistkäfer oben im Video machte dies keine allzu großen Probleme, sie trafen wir recht gehäuft an verschiedensten Stellen im Wald. Was denen eher Probleme bereitete, waren wohl die schon recht niedrigen nächtlichen Temperaturen. Wir, recht früh dran für unsere Verhältnisse, mussten ihnen höchstpersönlich mit unserer Körperwärme Starthilfe geben.
Rote Wegschnecke - Arion rufus
Aber mit den ersten Pilzen kamen uns endlich auch Schnecken entgegen, beispielsweise gab es von diesen prächtig orangen roten Wegschnecken wahrlich mehr als Tobi jemals für seine Bachelorarbeit brauchen konnte.
Wir drehten so ziemlich jeden Stein und jedes Stück loses Holz um, wie das ein findiger Biologe auf Tierchensuche zu tun pflegt. Dabei fielen uns auch renntaugliche Regenwürmer wie im Video oben in die Hände sowie so einige Asseln und Tausendfüßler. Aber auch botanisch kann der Wald immer wieder aufs neue überraschen oder zumindest entzücken.
Gefleckte Taubnessel - Lamium maculatum
Zum Beispiel diese hübsche gefleckte Taubnessel, die feuchten, stickstoffreichen Boden anzeigt.
Weimoos - Leucobryum glaucum
Oder dieses sehr dekorative Weißmoos, das man am liebsten mit in seinen Garten nehmen würde.
Alle samstäglichen Pilzfunde wurden abends in ein schmackhaftes Omlett verwandelt.
Am Sonntag machten wir aus der Pilzsuche einen Familienausflug und besuchten zwei andere Wälder in der Nähe. Wie oben erwähnt fand ich dort aber nur den Gallenröhrling und ein paar mickrige Parasole. Mein Vater legte einen recht zerfressenen Butterröhrling mit in den Korb. Kaum genug für eine Person.
Um Tobi dabei zu helfen, neben nun all den Landschnecken auch Süßwasserschnecken einzusammeln, fuhren wir anschließend noch an einen Weiher. Wir umrundeten ihn einmal ganz, fanden aber nirgends eine Stelle wo man gleichzeitig gut rangekommen wäre und trotzdem auch Schnecken gefunden hätte. Auf dem Weg herum fanden wir auch einen Ablasstümpel, wo ich nichtsahnend auf eine kleine Erdkröte trat, die daraufhin ein fauchendes Geräusch abgab. Als ich mit einem schlechten Gewissen ein paar Meter weiter zurück trat, machte ich die nächste Entdeckung: Ein etwa halbes Kilo schwerer Steinpilz! Das Abendessen war gerettet (vorerst).
Fischweiher im Altmhltal
Zurück am Anfang unserer Umrundungsreise beschloss Tobi, dass es ja doch nichts half, legte seine Schuhe und seine Hose ab und stieg in das kalte Weiherwasser. Sein todesmutiger Einsatz – er wurde von aggressiven, zwei Zentimeter großen Fröschen angegriffen – wurde belohnt. Er fand viele Teichschecken in verschiedenen Größen, genau das, was er für seine Arbeit brauchte.
Zuhause angekommen stellten wir die Pilze für später in die Küche, nahmen in Fall von Tobi eine heiße Dusche und ruhten uns von dem doch etwa fünf Stunden schweren Trip aus. Abends, zu einem spontanen Verwandtschaftsbesuch, bereitete dann meine Mutter eine Pilzsuppe zu. Ja, keine Steinpilzsuppe sondern fatalerweise eine Suppe aus allen gefundenen Pilzen, die weder ich noch mein Vater noch einmal durchgeguckt hatten (wir sammeln aber normalerweise auch nie etwas, von dem wir nicht 100% wissen, was es ist).
Das Ergebnis war grauenvoll, niederschmetternd, frustrierend. Der kapitale Steinpilz komplett verdorben vom kleinen, unscheinbaren Gallenröhrling. Das geht einem beim Probieren nicht nur auf die Geschmacksnerven sondern auch nervlich an den Magen.
Aber hey, der tödlich giftige Knollenblätterpilz soll dagegen ausgezeichnet nussig schmecken. Da nimmt man gerne eine ungenießbare, aber dennoch ungiftige Suppe in Kauf! Nicht dass wir jemals einen Knollenblätterpilz einsammeln würden Zwinkerndes Smiley

Mittwoch, 19. September 2012

Exkursion nach Kroatien Teil 11

Tag 10: Das letzte Mal…
Angespornt vom Vortagsvortrag (sprich das ganz schnell mehrmals hintereinander aus) fuhren wir heute noch einmal in den Palud. Wir wollten endlich Schlangen sehen! Sofort gingen wir los. Jeder Stein am Wegesrand wurde umgedreht, es könnte sich ja jemand vor der Sonne verstecken.
Tobi fand unter einem Stein ein paar noch lebendige, aber verschlossene Schnecken. Wenige Minuten später fanden wir unter einem weiteren Stein eine kleine Rotte Babyskorpione.
Skorpionbabys
Dann verließen wir den herkömmlichen Weg und schlugen einen Pfad zum bzw. durch den Sumpf ein. Während der normale Weg von der Sonne des Vortages bereits schon wieder gut getrocknet war, gab es auf dem Pfad links und rechts immer noch hier und da ein paar Pfützen. Etwa nach zehn Minuten erreichten wir einen kleinen, verlassen aussehenden Verschlag. Hier hatte unser Reptilienfreund bei seiner letzten Exkursion nach Kroatien eine Schlange (welche es war, weiß ich leider nicht mehr) unter einem der dort herumliegenden Wellbleche gefunden.
Es wurde sich langsam an selbige herangeschlichen und die Bleche hochgehoben. Nichts. Nichts schlangenhaftes zumindest. Unter einem der Bleche fanden wir einen weiteren Skorpion, diesesmal erwachsen aber wiederum mit Babys bepackt.
Italienische Skropionmama - Euscorpius italicus
Noch wollten wir nicht aufgeben, wir folgten dem Pfad weiter. Zwischendurch kamen wir an einer offensichtlichen Wildschweinsuhle vorbei und ich könnte schwören, dass ich es hier auch ein paar Mal grunzen hörte. Zuerst waren wir hier ja noch über halbwegs ordentlich plattgetretene Erde gewandelt. Bald wurde daraus aber eher ein nicht mit Bäumen, sondern nur mit knöchelhohem Gras bewachsenes Dickicht, ergänzt durch einige morsch aussehende Bretter, die über Gräben hinwegholfen, die in feuchteren Zeiten wohl mit Wasser gefüllt sind. Schließlich verließen wir den eigentlichen Wald und fanden uns in einem Schilfwald wieder, in den der Weg förmlich hineingeschnitten war. Der Boden war dicht bewachsen mit Minze und jeder neue Schritt schleuderte einem ätherische Öle in die Nase. Irgendwann gaben wir auf und machten uns auf den Weg zurück zum Bus.
Der Verschlag im Palud
Dort erwarteten uns unsere Exkursionleiter zusammen mit einem der Wildhüter. Dieser hatte in der Nähe sein Landgut und verabschiedete sich noch einmal für kurze Zeit, die wir nutzten, um unser Mittagessen einzunehmen. Als er wiederkam, hatte er einige Tüten und Schüsseln für uns dabei. Darin befanden sich frisch geerntete Feigen, Malvazija-Trauben, Haselnüsse und Mandeln. Die Feigen frisch vom Markt waren schon ein Gedicht gewesen im Vergleich zu dem, was bei uns als Feige im Supermarkt landet. Aber diese hier… reinster Honig, cremig und saftig zugleich, das muss mit Nektar und Ambrosia bei den Göttern immer gemeint gewesen sein. Bei den Trauben konnten wir den Direktvergleich zwischen den frisch gepflückten und den Supermarkt-Trauben machen. Die Malvazija waren zwar kaum halb so groß wie die Trauben auf dem Supermarkt, aber so viel süßer und vor allem konnte man die Kerne wirklich einmal mitessen. Normalerweise geben diese ja immer so einen gerbstoffartigen, pelzigen Geschmack ab. Diese hier aber waren einfach nur knusprig. Selbstverständlich waren auch die Mandeln und Haselnüsse außergewöhnlich gut, so süße, pure Mandeln habe ich selten gegessen.
Silberreiher im Palud
Nachdem wir uns mehr als satt gegessen hatten, teilten wir uns auf. Unser Exkursionsleiter wollte hier am Parkplatz bleiben und auf einen der anderen Ranger warten, mit dem sich mit der Zeit eine enge Freundschaft entwickelt hatte. Unser Reptilienfreund und der Arthropodenexperte wiederum wollten noch einmal die Wiesen durchforsten, vielleicht stellte sich ja doch noch ein toller Fund ein. Der Rest, wir eingeschlossen, machten uns noch einmal zum Dinostrand auf. Heute hatten wir sogar die Unterwasserkamera dafür zur Verfügung bekommen – leider habe ich aber keinen Zugriff auf die Speicherkarte, wenn die Fotos denn überhaupt etwas geworden sind.
Auf dem Weg machten wir noch einmal Halt am Vogelbeobachtungsposten (Bild oben), wo wir u.a. einen Silberreiher und zwei Arten Stelzvögel mit dem Fernglas entdeckten.
Am Dinostrand schnorchelten wir dann bestimmt zwei Stunden am Stück. Wir beobachteten und photographierten u.a. mehrere Fischschulen, also Fischschwärme von Jungfischen. Bei einem waren die Fischkinder kaum zwei Millimeter groß. Ich fand in einem eindrucksvollen Mini-Unterwassercanyon eine Turbanschnecke, die wir bisher noch garnicht entdeckt hatten und eine sehr massiv durch Perlmutt schimmernde Muschelschale – leider habe ich ihren Namen vergessen.
Der größte Fund gelang Tobi und dem Ungeheuer: Sie entdeckten eine ganz neue Art von Seegurke. Sie war braun und trieb aufrecht im Wasser anstatt faul auf dem Boden zu liegen. Ihre Konsistenz war wahrscheinlich eher breiig. Naja lassen wir das.. Ich finde es ja schon nicht normal, wenn Leute im Wald am Strand ihr Geschäft erledigen, weil sie unfähig sind, abzuwarten, bis sie wieder nach hause fahren. Aber sein festes Geschäft dann auch noch im Meer erledigen – na vielen herzlichen Dank.
Dornfinger - Cheriacanthium punctorium
Während wir durch das Meer plantschten, fanden unsere zwei anderen Jungs u.a. dieses Einfamilien-Spinnenhaus oben im Bild. Das Dornfingerweibchen baut sich, noch bevor es geschlechtsreif wird, ein Gespinst. Das Dornfingermännchen erreicht die Geschlechtsreife früher als sie und baut dann direkt neben dem Weibchen ein zweites Gespinst an. Wenn das Weibchen nun nach seiner Häutung geschlechtsreif wird, ziehen sie zusammen, indem sie die Wand zwischen den beiden Gespinsten einreissen. Nach der Paarung schmeißt sie ihn aber wieder raus und schlägt sich fortan als alleinerziehende Mutter durch.
Dornfinger sind tatsächlich einmal für den Menschen giftige, heimische Spinnen. Besonders das Männchen hat sehr starke Beißwerkzeuge und lässt sich nur schwer wieder nach einem Biss entfernen. Die Folgen eines Bisses sind meist mit denen eines Bienenstichs vergleichbar. Allerdings kann es auch zu Lähmungserscheinungen und Schüttelfrost kommen oder dazu, dass der Schmerz noch mehrere Wochen spürbar ist.
Halbwegs gleichzeitig fanden wir uns schließlich alle wieder am Parkplatz ein, wo mittlerweile auch unser guter Rangerfreund angekommen war. Es wurde sich angeregt ausgetauscht, u.a. erfuhren wir von ihm von einem alten kroatischen Brauch: Ähnlich wie bei uns kleine Jungs früher am Hinterkopf ein Haarschwänzchen möglichst lange wachsen ließen, wird hier gerne der Nagel des kleinen Fingers möglichst lange gehalten. Den kleinen Finger des Rangers (er ließ seinen Nagel nur an einem von beiden wachsen, weil der der anderen Hand immer schief wüchse) zierte ein Nagel von um die drei Zentimeter Länge und er versicherte uns, dass er in jungen Jahren einmal einen Nagel von fünfzehn Zentimetern mit sich herumtrug. Wir wollten eigentlich schon nach Hause fahren, aber als wir erzählten, dass wir heute gedacht Cevapcici zu machen, lud er uns ein, in einem Strandrestaurant in der Nähe zu essen, wo er für uns einen Freundschaftspreis vereinbaren konnte.
Schmetterling auf Flockenblume

Wir fuhren also hinüber und bestellten 14 mal Cevapcici und auch das ein oder andere Glas Wein, Mismas oder Bier.  Nach einiger Zeit kamen dann auch unsere Teller mit diesen leckeren Hackfleischwürstchen, garniert mit Zwiebeln, Tomaten, Gurken und einem Klecks Ajvar, einer Paprikapaste.
Als Tobi und ich fertig waren, gesellten wir uns noch zu unseren Exkursionsleitern. Es wurde die ein oder andere Geschichte ausgetauscht sowie alle möglichen Tiersichtungen geteilt. Im Sumpf wimmelte es mittlerweile wirklich vor Wildschweinen, nur leider sei es nur in begrenztem Maße erlaubt, diese zu bejagen. Und das obwohl sie so viele geschützte Tiere und Pflanzen von hier vertreiben.

Ein weiteres kulturelles Schmankerl ermöglichte uns eine neue Trendlimo, die der Wildhüter sich bestellt hatte: Eine Wacholderlimonade. Auf die Idee dafür waren die Produzenten gekommen, da traditionell in Istrien Wein oder auch einfach nur Wasser mit Wacholderbeeren gewürzt wurde. Dazu wurden die Beeren in der jeweiligen Flüssigkeit einige Wochen in einem Fass angesetzt.
Da die Limonade gar nicht schlecht geschmeckt hatte, kann ich mir gut vorstellen, dass die traditionelle Version davon auch nicht schlecht sein konnte.
Pelinkovac mit FelschenWenige Stunden vor der Dämmerung machten wir uns schließlich wieder auf den Weg zurück zum Campingplatz, wo wir noch einmal durchgingen, wie es am Morgen mit der Abreise ablaufen sollte. Danach machten Tobi und ich uns noch einmal auf den Weg zum Strand. Das Schnapsfläschchen war am Abend zuvor zwar erfolgreich geleert worden. Aber bisher waren wir noch nicht dazu gekommen, sie auch mit dem lokalen Strandboden wieder aufzufüllen. Mit Taschenlampenbeleuchtung futzelte Tobi recht mühsam die Steinchen zusammen, die durch den engen Flaschenhals passten. Garnicht passte das der ein oder anderen Marmorkrabbe, die sich in der Nähe solcher Steinquellen aufhielten.

Auf dem Weg zurück stolperten wir auf der Straße über den Gesellen im Bild unten aus der Klasse der Myriapoda. Ein Auto hatte ihn wohl angefahren, weswegen es uns gut gelang, ihn vorsichtig in ein Taschentuch zu wickeln. Wir zeigten ihn unseren tapferen Gefährten und es wurde beschlossen, dass er mit nach Deutschland kommen sollte, in ein schönes, warmes Terrarium. Wahrscheinlich würde er es eh nicht mehr lange machen,
sein hinteres Drittel sah doch recht mitgenommen aus.Grtelskolopender - Scolopendra cingulata
Hier schließe ich für heute. Morgen beschreibe ich dann noch die Rückreise und vielleicht ein paar interessante Details, die ich bisher nicht unterbringen konnte.
Ich danke schonmal allen, die hier immer eifrig mitgelesen haben. Ich hab mich über jeden von euch gefreut Zwinkerndes Smiley
Einen schönen Abend noch!

Dienstag, 18. September 2012

Exkursion nach Kroatien Teil 10

Tag 9: Nicht mit Süßwasser ausspülen!
An diesem Tag wollten wir endlich unsere Meereskartierung vornehmen. Da der Dinostrand aber das letzte Mal relativ artenarm erschien und vor allem keine Seegraswiesen vorzuweisen hatte, fuhren wir wieder zum Cisterna-Strand. Diesesmal gingen wir aber ans andere Ende der Bucht, wo wieder mehr Felsstrand war und die Seegraswiese näher am Ufer.
Wir suchten uns ein einsames, schattiges Plätzchen für unseren Kram und alsbald gingen die ersten von uns, ich eingeschlossen, auf eine erste Erkundungstour.
Cisternastrand Nordseite
Die Nachwirkungen des Sturms waren noch klar bemerkbar. Die Sonne schien zwar wieder mit voller Kraft und der Himmel war weitgehend wolkenfrei, aber es blies schon ein ordentliches Lüftchen. Dementsprechend war natürlich auch das Meer heute alles andere als ein stilles Gewässer. Ohne Flossen war es praktisch unmöglich, gegen die Strömung nach draußen zu schwimmen ohne genauso weit fortgeschwemmt zu werden, wie man eben vorwärts gekommen war.
Das Wasser an sich war eigentlich ganz angenehm und durch den harten Wellengang war es viel besser durchmischt, so dass man sich nicht mehr so oft bei Temperaturwechseln erschreckte. Aber als ich dann aus dem Wasser herauskam, blies mich der kalte Wind so schnell trocken, dass ich nicht nur recht bibberte sondern das Meerwasser beim kondensieren auf mir Salzkristalle bildete.
Mrtelnest
Aufgrund dieser Bedingungen ging ich erst einmal nicht mehr ins Wasser und half stattdessen vom Land aus dabei, die Meereskartierung durchzuführen. Dazu wurde eine zehn Meter lange Schnur mit Metermarkierungen an ihren Enden mit Steinen verknotet. Das eine Ende blieb an Land, das andere wurde so viel weiter weg davon im Wasser versenkt, dass die Schnur gespannt war. Nun wurde von den tapferen Schwimmern jeder einzelne Meter abgeschwommen und Algen und Viehzeugs in Falcon-Röhrchen (eigentlich für Mikrobiologen gemacht, aber sie eignen sich auch hervorragen hierfür) gestopft, wenn möglich. Der Inhalt der Falconröhrchen sowie die Aussagen über sonstige entdeckte Lebewesen dokumentierten wir. Die Badeurlauber um uns herum verwirrten wir. (Ich erspare mir die Liste, da sie nicht viel mehr hervorbrachte, als ich bereits in dem Blogeintrag von diesem Strand schon erwähnt habe)
Während dieser Aktion machten zwei der tapferen Taucher nähere Bekanntschaft mit Tierchen, vor denen man uns mehrfach gewarnt hatte: Seeanemonen. Tobi hatte, ohne es überhaupt zu merken, in solch eine hineingelangt und war dann, als er an Land die Brille wieder abnahm, an sein Augenlid gekommen. Eine weitere Studentin, die todesmutig gleich eine ganze Seeanemone in ein Falconröhrchen gepackt hatte, langte sich kurz darauf an ihre Lippe.
Nesselauge
Bei beiden war das Resultat erstmal dasselbe: Die betroffenen Stellen schwollen ziemlich stark an. Links seht ihr Tobis Auge, die Lippe der Studentin sah ein wenig so aus wie nach einer misslungenen Schönheits-OP.
Tobi beschrieb in seinem Tagebuch die Auswirkung der Nesselung so: “Sofort eintretender, brennender Schmerz. […] mitteler bis schwacher Kopfschmerz, Trägheit. […] Anschwellen der Lymphknoten an Hals und Ohren”.
Irgendwie taten wir auch genau das falsche mit den Nesselwunden: Wir spülten sie mit Süßwasser. Das bewirkte aber nur, dass die Nesselkapseln sich endgültig entleerten. Aber das richtige Erste-Hilfe-Mittel, Essig zum neutralisieren, hätten wir am Strand auch nicht dabei gehabt. Das Tag 2-Bild zeigt Tobi’s Auge nach der ersten Nacht und ohne Verwendung der Cortisonsalbe, die wir eigentlich dabei hatten. Stattdessen hatte jemand Tobi seine homöopathische Wundersalbe angepriesen. Viel gebracht, außer vielleich etwas Placeboeffekt, hat sie nicht – erst die Cortisonsalbe ließ den Quaddel über dem Auge abschwillen und den Quasimodo-Look verschwinden.
Heuschreckendoppeldecker
Nach der Süßwasserbehandlung, dem gemeinsamen Mittagessen und der Bestimmung neuer Kartierungsfunde stellte ich der versammelten Mannschaft endlich die hiesigen Strandpflanzen vor – natürlich, sofern möglich, mit dem Hinweis, sie auch einmal zu kosten. Außer denen, die ich euch hier schon näher gebracht habe, fanden wir außerdem noch den klebrigen Alant Dittrichia viscosa, der sich vom Salz-Alant dadurch unterscheidet, dass seine nicht fleischigen, aber ebenfalls linealen Blätter wegen drüsiger Haare eben etwas klebrig wirken. Unseren Exkursionsleitern fiel des weiteren noch ein Mönchspfeffer Vitex agnus-castus in die Hände. Der Pflanze, deren Früchte wirklich wie kleine Pfefferkörner aussehen, wurde früher nachgesagt, sie könne sexuelle Triebe drosseln und trägt daher auch den Namen “Keuschbaum”. Auch wenn wir alle nicht recht dran glaubten, diese Pflanze probierte lieber keiner Zwinkerndes Smiley.
Nasenschrecke
Anschließend besuchten wir noch das Stück Wiese am Strand, die sich mittlerweile neben der Nutzung als Klo auch zum Parkplatz entwickelte.
Einer der ersten Funde war, neben den ganzen “gewöhnlichen” Heuschrecken, eine Nasenschrecke, links im Bild. Warum sie im Deutschen so heißt, ist relativ gut nachvollziehbar. Wer zu wenig zu tun hat: Auf Wikipedia ist die Gattung noch fast gänzlich unbekannt, auf jeden Fall gibt es nur auf der deutschen Seite eine beschriebene Art.
Auf dem Feld schwirrten auch wieder viele Schmetterlinge umher, darunter auch Bläulinge. Diese sind biologisch durchaus interessant, denn sie treten meist nur in der Nähe von Ameisen auf. Das hat die Bewandnis, dass ihre Larven Hormone abgeben, die Ameisen glauben lassen, es wären ihre eigenen Larven. Daraufhin werden die Schmetterlingslarven im Ameisenbau gefüttert und aufgezogen, bis sie schließlich in der Lage sind, in die weite Welt hinaus zu flattern.
IMG_7640
Ein weiterer interessanter Fund war diese Biene im Bild oben. Sie hat sich ein Nest aus zerschnittenen Blättern gebaut und das nicht irgendwo: Sie hat es in das Netz einer Trichternetzspinne gebaut. In diese Behausung werden dann mehrere Eier gelegt, sowie ein ausreichender Vorrat Pollen für die Larven.
Ritterwanzenpaarung
Am interessantesten auf der ganzen Wiese war ein Fund, der uns erst relativ am Ende der Suche gelang: Wir fanden eine Haubenfangschrecke, eine Empusa pennata. Diese außergewöhnliche Familie innerhalb der Gattung der sowieso schon außergewöhnlichen Ordnung der Mantiden  hat ihren Namen aus der griechischen Mythologie, wo dieser Name eine dämonische, eher weibliche Spukgestalt bezeichnet, die zwischen verschiedenen Formen wechseln kann.
Die Vertreter in Kroatien können etwa fingerlang werden und erschienen den Mitgliedern der Kroatienexkursion im Frühjahr bevorzugt mit dem Kopf abwärts hängend an Olivenbäumen. Unser kleineres Exemplar begnügte sich noch mit Grashalmen. Eben wie diese vermochte es, sehr geschickt sich im Wind zu wiegen. Wie genau das aussieht, könnt ihr in diesem Video beobachten:
Nach diesem Ausflug in die Wiese fuhren wir noch ein letztes Mal in die Plodine, wo Tobi und ich uns mit einheimischen Waren für zuhause eindeckten. Neben zwei Flaschen Wein der heimischen Rebe Malvazija, einer Feigen-Orangen-Marmelade und einem Lindenblütenhonig besorgten wir auch zwei Flaschen eines Schnapses namens Pelinkovac. Nicht um uns zu besaufen. Nein, seit Helgoland haben wir dieses Ritual entwickelt: Wir befüllen an einem neuen Ort immer eine einheimische Schnapsflasche mit einheimischen Sand.
Zu Abend gab es ein österreichisches Gericht aus Kartoffeln, Speck und Eiern. Anschließend hielt noch unser Reptilienfreund einen sehr lebhaften und interessanten Vortrag über die einheimischen Eidechsen und Schlangen. Lustigerweise tat er das mit der Powerpoint einer Teilnehmerin der Frühjahrsexkursion, die noch auf Tobis Laptop schlummerte. Zum Ausklang des Abends leerten wir eine der Pelikovacs, der mit seinen Zutaten “voda, alkohol, aecer, macerat aromatskog bilja,bojilo:karamel” etwas in Richtung Jägermeister ging.
Ich hoffe ihr habt mir nicht übel genommen, dass ich gestern nicht zum bloggen gekommen bin. Wenn doch: Entschuldigung! Zwinkerndes Smiley
Morgen wird’s nochmal bildgewaltig denke ich!

Freitag, 14. September 2012

Freitag mach ich mal wieder frei...

Ich werde heute doch keinen Blog veröffentlichen, das verschiebe ich auf Montag.
Übers Wochenende fahren wir zu mir nach hause und sammeln mal wieder Schnecken, gucken im Wald nach Pilzen uswusf.
Dabei entstehen bestimmt wieder ganz viele tolle Bilder, ihr dürft gespannt sein.
Bis Montag!

Donnerstag, 13. September 2012

Exkursion nach Kroatien Teil 9

Tag 8: Katastrophen über Katastrophen
Anfangsanmerkung: Aufgrund der im Folgenden geschilderten Ereignisse war es uns nicht möglich, in der ersten Hälfte des Tages Fotos zu schießen. Daher schiebe ich ganz Off-Topic Bilder der typischen Felsstrandvegetation ein, um trotzdem das Auge des geneigten Lesers zu erfreuen. Informationen dazu gibt es, wenn man mit der Maus über das Bild fährt.
Dieser Tag war ein Sonntag und Sonntag war auch der Tag, an dem wir unsere Container räumen sollten. Wir wollten Mittwoch eigentlich schon wieder fahren aber Buchung ist Buchung und unsere war irgendwie verschlampt worden und die des neuen Containerbewohners nicht.
Wir begannen also früh morgens damit, unseren Sack und Pack für die weite Reise von etwa 50-100 Metern weiter transportierfähig zu machen. Überpünktlich zum spätmöglichsten Auszugstermin war auch alles in die Transporter gepackt. Nur unser Zelt musste noch umgesetzt werden.
Gliedermelde - Arthrocnemum macrostachyum; schmeckt salzig, Spitzen oft gelb. Bis zu 1m hoch.
Ich habe bereits in einem vorherigen Eintrag erwähnt, dass für diesen Tag ein Sturm angesagt war. Vormittags war bis auf ein paar Wolken und ein etwas kühleres Klima als sonst nicht viel davon zu merken gewesen. Aber ungefähr 10min nachdem wir das Zelt an seinen neuen Platz gestellt hatten, fing es  an, kräftig zu blasen.
Die ersten kräftigen Böen zogen schon recht hartnäckig am Innen- und Außenzelt, bei denen wir gerade noch dabei waren, sie überhaupt sturmfest zu befestigen. Wie beim alten Platz war dies, was den Untergrund betraf, wieder nur mit starken Einschränkungen möglich. So wirklich brachten wir vielleicht nur 3-5 Heringe in den Boden. Diesesmal mussten wir uns hauptsächlich auf die Schnüre verlassen. Zum Glück stand nicht zu weit von der Veranda entfernt eine Steineiche, so dass an dieser und dem Verandageländer die Schnüre gut angebracht werden konnten. Der Zelteingang mit dem Vorzelt allerdings stellte ein Problem dar. Die nächste große Steinplatte war keine 5cm unterhalb der Erde und ließ nichts durch. Also zog ich mit der Hilfe der Tochter unserer Exkursionsleiterin, alias “das Ungeheuer”, los und suchte große Steine, die uns bei den immer heftiger werdenden Böen nicht einfach abheben würden. Wir brauchten mindestens 20min, um zwei Stück zu finden und kurz bevor wir den letzten fanden, fing es an zu regnen. Jede Minute wurde der Regen heftiger.

Da wir unsere Container schon um elf oder zwölf Uhr verlassen haben mussten, unsere neuen Container aber offiziell erst ab drei Uhr nachmittags uns gehörten, hatten wir die Wahl: Entweder wir quetschen uns zu den anderen mit auf den Balkon, der aufgrund des Windes nicht wirklich als trockenes Plätzchen bezeichnet werden konnte. Oder wir setzten uns in unser Zelt und stellten damit sicher, dass es auch garantiert nicht wegfliegen sollte auf Kosten der Kurzweil, die wir mit dem Rest der Gruppe haben würden.
Wir entschieden uns für zweiteres – hauptsächlich deswegen, weil wir gerade näher am Zelt standen und es wirklich schon in Strömen goss. Das Zelt bog sich ordentlich durch und durch den starken Wind entpuppte es sich auch als etwas ganz anderes als ein trockenes Plätzchen. Durch die Seitenfenster wurde das Wasser förmlich ins Innenzelt gedrückt und tropfte dann vom Dachfliegengitter auf uns herab. Tobi musste zu allem Überfluss noch einmal zum alten Zeltplatz rennen, weil da noch unser Koffer liegen hätte können. Die anderen hatten ihn aber zum Glück schon eingepackt. Tobi wurde dabei ordentlich nass, woran unser durch das tropfende Fliegengitter feucht gewordene Handtuch auch nicht mehr viel ändern konnte. Das kleine Ungeheuer hatte sich bei uns mit eingenistet, hauptsächlich wohl deswegen, weil wir unseren “Ghettoblaster” irgendwie mit ins Zelt gebracht hatten. Passend zum heulenden Wind und dem mittlerweile einsetzenden, augen- und ohrenbetäubenden Donner&Blitz um uns herum gab der Ghettoblaster (mit Diddlaufklebern, ich hatte ihn mir ausgeliehen.. naja habe, er steht immernoch hier ^^) zarte Deathmetaltöne von sich. Dem Ungeheuer gefiel’s.

Nach etwa 1-2 Stunden ließ der Sturm langsam nach. Bis wir Schlüssel für unsere Container bekommen durften, dauerte es aber immer noch. Das Ungeheuer verließ uns für eine Weile. Da wir sonst nichts tun konnten und von den Strapazen erschöpft waren, schliefen Tobi und ich ein.
In der Zwischenzeit entschieden die anderen Studenten, dass sie, statt auf dem Balkon herumzusitzen, besser ins Campingplatzcafé einkehren wollten. Sie teilten es den Exkursionsleitern mit und dass sie uns Bescheid sagen sollten, wenn wir wieder aus dem Zelt kämen. Uns wurden offensichtlich andere Tätigkeiten als braves Schlafen unterstellt. Irgendwie wurde aber vollkommen vergessen, uns dies mitzuteilen. Als wir wirklich aus dem Zelt kamen waren daher nur kurz unsere Exkursionsleiter da, die bald zum Schlüssel abholen aufbrachen. Unwissend, wo der Rest ist, brachten wir also ungefähr 2 Stunden mit dem Ungeheuer im ersten, schon aufgeschlossenen Container zu und lauschten den 69 außergewöhnlichsten Tierstimmen auf dem Diddl-Ghettoblaster.

Strandflieder - Limonium vulgare; Überschüssiges Salz scheidet die Pflanze über Drüsen am Stängel aus. Daher findet man an der Pflanze viele kleine Salzkristalle
Als unsere Exkursionsleiter endlich mit dem zweiten Schlüssel zurückkamen, erfuhren wir auch endlich, wo denn der Rest des Trupps verblieben war. Wir hätten jetzt eigentlich gerne unseren Kram wieder ins Zelt verfrachtet. Allerdings hatte irgendjemand von den anderen den Schlüssel zum Bus und der war abgeschlossen. In welchem der mehreren Cafés sie außerdem saßen, wussten wir auch nicht. Während ich mich still darüber aufregte, dass ich nichts machen konnte, außer zu warten, vollbrachte Tobi das pädagogische Wunder, mit dem Ungeheuer einige Matheaufgaben durchzurechnen.
Nach einer gefühlten Ewigkeit - ich durfte bei den Matheaufgaben leider nicht mitspielen und wurde bei jedem Versuch von Tobi mit einem finsteren Blick gerügt – kamen die anderen endlich wieder. Ich holte unseren Kram, richtete unser Zelt wieder ein und hängte meine Wäscheleine samt dem ganzen nassen Zeug wieder auf. Unseren Cafédeserteuren vergaben wir, da es ja nicht ihre Schuld, dass ihre Nachricht nicht weitergeleitet wurde. Dass wir ihnen vergeben sollten, lag ihnen auch sehr am Herzen, denn heute Abend stand eine ausgiebigere Besichtigung von Rovinj auf dem Plan und sie wollten vor allem das Nachtleben in der Stadt besichtigen.
Bevor wir uns auf den Weg machten, präsentierten unsere Exkursionsleiter uns noch ein paar interessante Strandfunde, u.a. zum Beispiel diesen Laichklumpen. Die Eltern dieser entweder bereits geschlüpften oder vertrockneten Brut gehören zu irgendeiner Art der Gattung Murex an, also zu den Purpurschnecken:
Murexlaich
Abends brachen wir bei sonnigem Wetter nach Rovinj auf, wobei wir nochmal einen kurzen Zwischenstop in der Plodine machten, einer hier verbreiteten Supermarktkette – von Lidl abgesehen.
Als wir den Supermarkt wieder verließen hatte sich das Wetter abrupt geändert. Alles was nicht niet- und nagelfest war, wurde über den Parkplatz gefegt und über unseren Köpfen hatte sich ein kreisrundes Fenster zum klaren Himmel, umringt von unfreundlich grauen Gewitterwolken, gebildet. So schnell es irgendwie ging versuchten wir weiterzukommen und fuhren zum Hafenbecken um zu parken. Der Wind, der aus der Ferne Warnsirenen hertrug zusammen mit der Lichtstimmung schuf eine gespenstische Atmosphäre und die Gewissheit, dass es wieder nicht viel damit werden sollte, das Leben direkt im Hafenbecken mit der Taschenlampe zu beobachten.
Sturm
Wir huschten etwa 200m über die Fußgängerzone zu der Pizzaria, bei der wir am ersten Labortag hier schon einmal Pizza geholt hatten. Im hinteren Teil des kleinen Gastraumens verteilten wir uns über zwei Tische und bestellten drei Pizzen. Auf der Eckbank lag ein kroatisches Magazin, aus dem wir versuchten schlau zu werden. Auf der Witzeseite war ein Cartoon abgebildet, in dem sich offensichtlich über die Deutschen und ihre übertriebene Liebe zu Autos lustig gemacht wurde.
Sobald wir mit der frischen, köstlichen Pizza fertig waren, ging draußen ein Wolkenbruch sondergleichen hinunter. Vom schönen Wetter beim Aufbruch getäuscht, hatten ich und ein paar der anderen Mädels alles andere als festes, dichtes Schuhwerk an. Zurück zu den Autos zu kommen, über mindestens 5cm hoch überschwemmte Straßen, war ein Ding der Unmöglichkeit. Unsere Exkursionsleiter beschlossen, nach hause zu fahren, zum Teil deswegen, weil unser Zelt ja erwiesenermaßen nicht dicht war und nun unser Zeug nass werden würde, darunter Bibliotheksbücher.
Wir blieben in Rovinj. Mir waren allerdings die nassen Füße in den nass so rutschigen Sandalen arg aufs Gemüt geschlagen. Trotz aller Widrigkeiten marschierten wir nach einiger Zeit wieder los, auf der Suche nach einer Bar. Irgendwie verschlug es uns in einen Irish Pub. Einer unserer Gruppe sollte sich darin die Lippe und den Rachen an einem angezündeten Glas Sambuca verbrennen. Ich und Tobi bekamen davon nichts mit, denn wir zogen weiter, um die Altstadt und die berühmte Kirche mit der heiligen Euphemia zu suchen.
Gsschen
Es regnete zwar nicht mehr, aber der Boden war immernoch übersät mit tiefen Pfützen und meine Schuhe waren zwischenzeitlich noch kein bisschen getrocknet, so dass die Sohlen auf dem glatten Marmorboden und die Füße auf den glitschigen Sohlen ständig ausrutschten. Irgendwie schafften wir es bis hinauf in die Kirche durch so hübsche Gässchen wie links im Bild. Natürlich hatte die Kirche um diese Zeit und bei diesem Wetter schon zu. Schon auf dem Weg hin, besonders aber auf dem Weg zurück hatte Tobi seine Taschenlampe ausgepackt und beleuchtete das Wasser am Hafenbeckenrand. Zwischen den Booten waren einige größere und kleine Fischschwärme zu erkennen und an der Mauer selbst tummelten sich die Krabben auf Miesmuschelbänken. Einmal legte sich Tobi auf den Bauch um besser hinunterzukommen. Passierende Amerikaner erschreckten sich dabei, weil sie erst dachten, er wäre gestorben und dann, dass er gerade vor Trunkenheit ins Meer reihern würde.
Irgendwann waren wir beide wieder am Bus angekommen. Wir stellten den Diddlblaster an, machten es uns irgendwie ineinander verknotet bequem und schliefen zu Portishead ein. Einige Zeit nachdem die CD durchgelaufen war, kamen die anderen wieder zurück. Endlich fuhren wir wieder nach hause, mit einem kleinen Umweg zu einem nahegelegenem Club um jemanden davon zu überzeugen, dass der Sonntags nicht geöffnet hat.
Morgen geht’s weiter mit Meeresbodenkartierug und Nesseltieren!
Achja, muss ich erwähnen, dass es nun aus war mit dem Waldbrand? ^^

Christina Staudigl Christina Staudigl Christina Staudigl Christina Staudigl Christina Staudigl Christina Staudigl Christina Staudigl Christina Staudigl Christina Staudigl Christina Staudigl Christina Staudigl Christina Staudigl Christina Staudigl Christina Staudigl Christina Staudigl Christina Staudigl Christina Staudigl Christina Staudigl 

Dienstag, 11. September 2012

Exkursion nach Kroatien Teil 8

Tag 7: Waldbrand
Die doch recht stickigen Labortage waren leider/zum Glück vorbei, jetzt ging es wieder zurück in die Natur. Wir machten uns auf dem Weg zum berühmt berüchtigten “Dinostrand” am Palud, was so viel wie “Sumpf” bedeutet. Der Weg dorthin führt übrigens an einem Kalksteinbruch vorbei. Dies hat zur Folge, dass besonders in so trockenen Zeiten wie diesen alle Pflanzen in der Nähe komplett mit Kalkstaub bedeckt sind, was dem ganzen doch einen winterlichen Touch verleiht.
Natura histrica Parkbank
Am Parkplatz der Natura histrica erklärte unser Exkursionsleiter die Besonderheiten dieses Gebietes. Früher war der Palud, also der Sumpf, ein reiner Süßwassersumpf. Aufgrund dessen fanden Malaria-Erreger-tragende Stechmücken dort beste Voraussetzungen vor, um sich zu vermehren und dementsprechend grassierte die Krankheit in dieser Gegend. Als die Österreicher zwischendurch dieses Gebiet besaßen, schufen sie damit Abhilfe, indem sie einen Kanal vom Meer bis zum Kern des Sumpfes aushoben. Besonders im Winter tritt dadurch Salzwasser in den Sumpf ein und so entstand letztendlich ein ganz spezieller Lebensraum für ganz spezielle Spezialisten. So bilden sich z.B. am Grund des Brackwassers u.a. giftige Schwefelgase.
Am Meerende des Kanals liegt der oben erwähnte Dinostrand. Wie kommt er zu diesem Namen? Nun, wenn Ebbe ist und man am richtigen Bootsring im Fels runter zum Wasser steigt, sieht man auf einer Felsplatte ganz verdächtige Löcher im Boden. Bei genauerem Hinsehen erkennt man schließlich ein rundes Hauptloch und an einer Seite 5 recht spitze Zehen und diese Fußspuren ziehen sich so über den Boden, wie man sich das bei einem wahrscheinlich vierbeinigen Dinosaurier so vorstellt. Am Fersenende der Spuren sieht man außerdem auch eine Art Wulst, ganz wie man es kennt, wenn man über schlammigen Boden geht. Das Gefühl, an einer Stelle zu stehen, an der vor über 65 Millionen Jahren mal so ein riesen Vieh entlanggelaufen ist, hat schon etwas magisches. Und ich beschreibe es euch deswegen so genau, weil ich leider keine Kamera dabei hatte, als ich das erste Mal drauf gestoßen bin.
Kferkacke
Als wir schließlich zum Strand loszogen, der fast einen Kilometer vom Parkplatz entfernt war, machten wir noch einmal kurz Halt an einem abgestorbenen Baum. Unser Arthropodenexperte hat glaube ich gerade an der Uni ein Projekt mit Totholz am Laufen und erzählte uns daher ein paar Takte. Am Grund gab es zum Beispiel den Eingang zu einem verlassenen Dachsbau zu sehen – auf dem ersten Blick. Aber auch die Beweise dafür, dass das tote Holz noch durchaus sehr belebt ist. Zahlreiche, meist Käfer- oder madenartige Bewohner hatten dort ihren Dung hinterlassen. Auf dem Bild sieht man die Streu und all die kleinen, schwarzen, etwas walzenförmigen Stückchen sind kleine, süße Käferhäufchen.
Wieder ein gutes Stück weiter erreichten wir die Vogelbeobachtungsstation aus einem Guckhäuschen und einem weiteren Häuschen für die Wildhüter, beide verbunden durch einen Zaun. In diesem und dem Guckhäuschen gibt es kleine Gucklöcher, durch die man einen Blick auf den Sumpfkern hat. Dieser war natürlich aufgrund der monatelangen Dürre recht weit eingeschrumpft. Auch das Schilf um das Wasser herum sah nicht mehr allzu saftig aus.Trotzdem staksten noch einige Silber- und Graureiher sowie einige Stelzenvogelarten darin herum.
Endlich erreichten wir den Dinostrand. Mit dem ganzen Gepäck war das wirklich kein angenehmer Spaziergang gewesen. Dafür war es hier aber, eben wegen dem anstrengendem Weg recht einsam. Die einzigen Leute am Strand waren höchstwahrscheinlich mit Booten hergekommen (und offensichtlich FKK-Anhänger, allerdings die “gschammige” Sorte).
Durch die anstrengende Anreise ziemlich verschwitzt, lag es nahe, so schnell wie möglich ins Wasser zu gehen. Vielleicht weil sich laut Wetterbericht ein Sturm näherte, vielleicht aber auch, weil ich mir für meinen Einstieg gleich die Minibucht am Anfang erwählt hatte, dauerte mein Schwimmerlebnis nicht allzu lange. Irgendwie sah man hier unter Wasser nichts als aufgewirbelten Sand und ausgerissene Algen. Weiter hinten war sogar eine ganze schwimmende Insel aus ausgerissenem Seegras, Pfandflaschen und Papier. Der Wellengang an sich war noch dazu recht rau. Ich brach also ab und legte mich ein wenig in die Sonne.
Als ich wieder trocken war, besah ich mir noch ein wenig die hiesige Strandbotanik, dann begab ich mich wieder zum Rest der Truppe. Tobi hatte einen recht gut bewachsenen, recht großen Stein angeschleppt. Die Bewohner des Steins guckten zwar immer wieder neugierig hervor, alle Versuche aber, sie mit Pinzetten aus ihren Löchern zu ziehen, schlugen fehl. Mit ordentlicher Entdeckerlust beschlossen wir, das der Stein zerschlagen werden müsse. Wir platzierten den Stein also auf einem größeren Felsblock und schlugen mit einem halbwegs passend gebautem Felsen auf ihn ein. Unsere Bemühungen wurden belohnt: Wir legten den Gang einer Bohrmuschel, auch Seedattel genannt, frei. Diese gehören wie die Steckmuschel und die Seespinne zu den geschützten Arten Istriens und so war es nicht ganz koscher, dass jemand ganz ganz unbekanntes das literarische Gerücht überprüfen wollte, dass Seedatteln nussig schmecken. Wir stellten dabei außerdem fest, warum die Seedattel wohl geschützt ist: Früher wurden, um an sie zu gelangen, ganze Küstenabschnitte voll Steinen kleingehauen. Wäre dies nie gestoppt worden, wäre Kroatien recht bald auch reines Sandstrandareal geworden.
Ein weiterer toller Fund in unserem Stein war ein Pistolenkrebspärchen. Wer jemals schon am Felsstrand mal einen unerklärlichen Knall aus den Felsritzen gehört hat, dieses Tierchen wird der Auslöser gewesen sein.
So langsam wurden die ersten von uns, einige angehend krebsrot, hungrig und müde und machten sich auf zu den Autos. Wir, der Rest, wollten kurz später nachkommen und dann nach einem Mittagessen war eigentlich geplant, wieder zurückzukehren und eine Lebensraumkartierung durchzuführen. Kurz nachdem die anderen aufgebrochen waren, bat sich uns aber dieses Bild:
Waldbrand
Die Rauchsäule, die erst recht klein anfing verbreiterte sich innerhalb weniger Minuten und stieg immer weiter zum Himmel auf. Zuerst bestaunten wir das ganze nur interessiert. Nach einer bestimmten Zeit bemerkte unser Exkursionsleiter allerdings, dass der Rauchsäule von hier aus gesehen recht genau über unserem Campingplatz stehen könnte. Als dann noch nach etwa einer halben Stunde endlich mal ein Löschflugzeug angeflogen kam und sich unter die Rauchwolken eine ordentliche Dampfwolke mischte, packten wir ganz schnell ein und zogen los, zurück zu den Autos. Wenn das Feuer wirklich in der Nähe des Campingplatzes sein sollte, würden wir demnächst evakuiert und würden wir uns dazu verspäten, ginge unsere ganze Ausrüstung flöten.
Bis wir mit dem Auto ungefähr auf halber Strecke zurück waren, war schon der ganze Himmel über uns rauchverhangen. An der Rezeption hörten wir aber nur “kein Grund zur Sorge”, wenn auch keine Angabe, wie weit das Feuer nun wirklich entfernt war. Unsere Exkursionsleiter mussten noch einkaufen gehen für das heutige Abendessen - Hamburger – und fuhren dazu dieses Mal nicht nach Rovinj sondern dem Feuer nach Richtung Pula. Was genau sie sich dort, was das Feuer betrifft, angesehen haben, weiß ich nicht. Aber jedenfalls kamen wir so an die Information, dass das Feuer in etwa zehn Kilometer vom Campingplatz entfernt war.
Bald nach ihrer Rückkehr verspeisten wir die Hamburger, hörten wieder ein paar Vorträge und gingen dann mehr oder weniger geschlossen zu Bett. Gegen 3 Uhr nachts soll es am Campingplatz ziemlich rauchig gerochen haben und hinter dem Hügel rötlich geglüht haben. Ich schlief aber tief und fest im Zelt und bekam davon nichts mit.
Recht wenige Bilder für heute, dafür viel Text. Die nächsten Tage werden wieder etwas bunter, versprochen. Nicht versprechen kann ich, dass es morgen schon weiter geht. Das Fantasy Filmfest hat morgen ein paar mehr Filme zu bieten Zwinkerndes Smiley
Gehabt euch wohl!
Euer Tinschen

Montag, 10. September 2012

Exkursion nach Kroatien Teil 7

Tag 6: Labor auffräumen die zweite
Ich hätte keine Pause machen dürfen, mir fehlen langsam immer mehr Fetzen. Aber dank der Bilder kann ich euch doch noch einiges rekonstruieren.
Wir waren an diesem Tag also nochmal in Rovinj in unserem Labor im dortigen Aquarium/Meeresforschungsinstitut. Aufgrund der enormen Hitze und den Ereignissen des Vorabends konnte ich leider nicht allzu viel sinnvolles auf die Reihe bringen.
Immerhin drückte unser Exkursionsleiter mir noch das ein oder andere interessante Exemplar in die Hand bzw. manches nicht nur mir sondern allen zum Ansehen unter seinem Bino. So kam es zu zwei recht beeindruckenden Videos, die ich euch hier einstellen kann:
Hier zum einen ein unbestimmter Polychät, bevor ihr das Video startet, auf dem Startbild seht ihr zum Beispiel direkt einmal seine Tentakelkrone, mit dem er sich sein Futter aus dem Umgebungswasser holt. Ich empfehle euch, das Video in HD zu laden, denn da sieht man mehr Details. Im ersten Teil des Videos sieht man sehr gut die Borsten auf dem "Rücken”, also dem rötlich-orangen Teil seines Körpers, der nicht so offensichtlich in Segmente eingeteilt ist. Im zweiten Teil des Videos habe ich nur den Hinterleib gefilmt. Wahrscheinlich aufgrund von Stress war das Tier nämlich gerade am Ablaichen. Das dem so ist, sah man nicht nur daran, dass das ihn beinhaltende Gefäß mit der Zeit immer mehr weißliche Häufchen beherbergte. Nein, an der Bauchsegmentierung gibt es bei dieser Art transparente Stellen, durch die man den Laich beobachten konnte, wie er durch den Körper gepumpt wird. Ich entschuldige mich übrigens, falls ich hier irgendwas nicht ganz richtiges erzähle, leider bin ich was die Morphologie von Vielborstern angeht noch keine Koryphäe.


Ein weiteres, sehr interessantes Video, diesesmal von einer Moostierchenkolonie. Auf den ersten Blick sieht diese Art nun wirklich nicht aus wie ein Tier. Nicht einmal wie eine Koralle, wie die Trugkoralle, von der ich bereits hier erzählt habe.
Nein, diese Moostierchen – deren Name ich nirgends mehr finde – sehen erstmal aus wie eine büschelige Alge. Erst unter dem Mikroskop offenbart sie sich.
Moostierchen
Wie schon erwähnt, handelt es sich hier um eine Kolonie. Eine Kolonie kann man im Grunde so definieren, dass sich dort viele Lebewesen derselben Art zusammengefunden haben. Allerdings sind nicht alle Mitglieder der Kolonie, obwohl sie dieselbe Genausstattung haben, von derselben Gestalt und Aufgabe. Nein, ähnlich wie wir verschiedene, differenzierte Gewebe haben, gibt es in so einer Moostierchenkolonie verschiedene Sorten von Mitgliedern.
Im Video oben sehen wir hauptsächlich davon sogenannte “Papageienschnäbel”. Während andere vielleicht hauptberuflich das Futter für die Kolonie heranschaffen haben diese die Aufgabe, die Kolonie vor Parasiten zu schützen. Angreifer und Parasiten werden von diesen kleinen zangenartigen Gebilden, die sich im Video so schön bewegen festgehalten. Und, ich weiß es nicht mehr genau, wahrscheinlich dann von den anderen, jeweiligen Spezialisten der Kolonie aufgefressen (keine Garantier auf Richtigkeit dieser Aussage ^^ ich finde es nur nicht mehr in unseren Aufzeichnungen,  bin sehr schlecht im googeln und hab grade auch kein Buch zur Hand wo’s drinstehen könnte).
Wir hatten auch noch einige weitere, interessante Funde, die von Tobi mit der Spiegelreflex in einem kleinen Aquarium mit Sand photographiert wurden.
Einsiedler
Zum Beispiel dieser außergewöhnliche Einsiedlerkrebs, glaube Pagurus prideaux. Für sein erstes Anwesen erwählt er sich noch ganz normal ein Schneckenhaus. Daraufhin aber sorgt er dafür, dass sich darauf eine Mantelaktinie niederlässt. Diese umwächst dann mit der Zeit das Schneckenhaus und löst sie gänzlich auf. Der Krebs kann dabei die ganze Zeit barrierefrei wachsen und muss sein Häuschen Zeit seines Lebens nicht verlassen. Hierbei handelt es sich übrigens anders als bei der Wollkrabbe mit der zurechtgestutzten Seescheide um eine echte Symbiose, da keiner der beiden Protagonisten einen Nachteil aus dieser Verbindung zieht. Der Krebs hat ein wehrhaftes und gut getarntes Häuschen und die Mantelaktinie bekommt dafür häufige Standortwechsel und zusätzlich zu diesem Mehr an Nahrung außerdem noch die Essensreste, die dem Krebs aus dem Maul fallen.

NACHTRAG: Ich wurde von Tobi daran erinnert, dass der Einsiedlerkrebs auf dem Bild nicht dem im Text dazu entspricht. Dieser hier lebt in einem Schwamm. Dass er daher niemals umziehen muss, stimmt weiterhin, allerdings bildet ein Schwamm natürlich keine Tentakeln aus, um Essensreste aufzufangen.
Maia
Dieses Bild zeigt einen weiteren hübschen Fund, eine Babyseespinne. Wie schon anderswo erwähnt eine geschützte Art, die wir leider nicht, tot oder lebendig, nach Deutschland überführen durften.
Außerdem haben wir noch ein paar wunderschöne, knallrote Haarsterne der Art Antedon mediterranea gefangen. Wie der deutsche Name schon vermuten lässt, handelt es sich dabei um einen weiteren verwandten des allseits bekannten Seesterns. Allerdings handelt es sich um einen entfernteren Verwandten aus einem anderen Unterstamm, der auch Seelilien mit einschließt. Dass die Verwandtschaft nicht ganz so eng sein kann, sieht man auch am Aufbau dieses Tieres.
Haarstern
Zum einen, aber das sieht man in diesem Bild nicht, haben Haarsterne eine Art Stiel, mit der sie sich am Substrat festsetzen. Zum anderen, das sieht man schon besser, haben sie auf den ersten Blick schon viel mehr Arme. Das ist allerdings nur die halbe Wahrheit. Denn eigentlich haben sie auch nur fünf Arme, aber diese können sich weiter verzweigen.

Gegen Abend fingen wir an, mal wieder unsere Zelte in diesem Labor abzubrechen und damit hatten wir auch alle unsere Laboraufenthalte dieser Exkusion hinter uns. Erstaunlich pünktlich, bis auf die 5min Abschlussvortrag unseres Exkursionsleiters, die den Putzfrauen sauer aufstießen, verließen wir das Labor und fuhren nach hause.

Ich habe gerade den Geistesblitz, dass es dieser Tag war, an dem ich tatsächlich die Spaghetti gekocht habe, damit wären wir jetzt wieder up to date. Den Abend verbrachten wir damit, die ersten Vorträge zu halten. Tobi hielt denselben wie bei seinem letzten Trip nach Kroatien über Ozeanographie und ich hielt den meinigen über Insekten als Krankheitsüberträger, speziell in Istrien (wer sich dafür interessiert, extra für dich habe ich die Powerpoint hochgeladen). Da wir aufgrund leichter Verspätung zweier unserer Gruppenmitglieder recht verspätet anfingen, blieb es für diesen Tag bei diesen beiden.
Das wars mal wieder, drei oder vier Teile folgen noch. Als nächstes gibts vielleicht noch eine kleine Zusammenfassung des diesjährigen Fantasy-Filmfests in Nürnberg. Außerdem mache ich vielleicht hier demnächst mal wieder Mikroquiz. Für weitere Anregungen und sonstige Kritik bin ich immer offen, einfach hier oder auf Facebook kommentieren Smiley
Euer Tinschen
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Donnerstag, 6. September 2012

Heute nicht...

Heute werde ich euch keinen neuen Blogeintrag zu Kroatien vorsetzen, weil heute nacht mein letzter Großeltern von uns gegangen ist.


RIP
Opa

Weiter geht es frühestens nach dem Wochenende.